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ONLINE:

Ihre ersten Online-Erfahrungen sammelte Tina Groll bereits als Studentin beim bundesweiten Mädchennetzwerk Lizzynet, das bis Ende 2007 ein Projekt von Schulen ans Netz e.V. war und vom Bundesministerium für Bildung und von EU-Mitteln gefördert wurde, sowie beim Bremer Landesportal für Frauen. "Frauenseiten Bremen" (ehemals Gesche-Online) ist ein Projekt von Bremen.de und gefördert von der Zentrale zur Gleichstellung der Frau im Land Bremen (ZGF).

Später arbeitete sie für das Berliner Online-Frauenmagazin Misstilly, das auf witzige Weise mit Geschlechterrollen und -stereotypen spielt. Daneben gründete sie das gendersensible Medienwatch-Blog Watch-Salon des Journalistinnenbundes mit, in dem ein Autorinnenkollektiv aus einer weiblichen Perspektive die Medienszene beobachtet.

Seit August 2009 arbeitet Tina Groll hier als Redekteurin im Wirtschaftsressort und betreut das Ressort Karriere. Schwerpunktthemen hier: Gleichstellung/Gendermainstreaming, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Entgrenzung von Privat- und Arbeitsleben, Entwicklungen und Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt und Auswirkungen der modernen Arbeitsgesellschaft.

 

RECHERCHE

NEZWERK RECHERCHE: Netzwerk Recherche ist ein eingetragener und als gemeinnützig anerkannter Verein. Es tritt ein für den in Deutschland vernachlässigten recherchierenden Journalismus. Er vertritt die Interessen jener Kollegen, die oft gegen Widerstände in Verlagen und Sendern intensive Recherche durchsetzen wollen.

Zu den zentralen Zielen des netzwerks gehört es zudem, die Aus- und Fortbildung im Bereich Recherche zu verbessern. Hierzu erarbeitet der Verein selbst Konzepte, organisiert Fachkonferenzen und kümmert sich um die Vergabe von Recherche-Stipendien.

Tina Groll ist Schatzmeisterin im Vorstand der Journalistenvereinigung. Außerdem organisiert sie die Stammtische des Vereins in Hamburg und Berlin. 

OTTO-BRENNER-RECHERCHESTIPENDIUM: Im November 2009 erhielt Tina Groll das Recherchestipendium der Otto-Brenner-Stiftung für ihre Recherche über die Rolle von Landes- und Staatsbanken bei der Vergabe von privaten Immobilienkrediten an Klein- und Mittelverdiener für deutliche über Marktwert überteuerte Wohnungen als Anlageobjekt (sogenannte Schrottimmobilien). Die Recherche wird in den kommenden Wochen abgeschlossen und veröffentlicht.

IDENTITÄTSDIEBSTAHL: Wie sich ein Datenmissbrauch anfühlt und wie einfach es ist, die Daten eines Fremden zu stehlen, um damit Straftaten zu begehen, beschreibt Tina Groll in ihrem eher unfreiwilligen Selbstversuch auf ZEIT ONLINE. Kriminelle benutzen dabei schlicht den Namen und das Geburtsdatum von Fremden. Diese Daten sind leicht abzufischen und finden sich mittlerweile über fast jedem im Internet. Wenn man dann noch einen Hinweis auf den Beruf des Opfers hat, ist es beispielsweise ganz einfach, sich dessen Bonität für Warenkreditbetrug zu bemächtigen. Die falschen Daten über die reale Person werden unterdessen von Auskunfteien, Gerichten oder sogar der Polizei abgespeichert und munter weiterverteilt. Und dann beginnt ein ganz realer Albtraum für das Opfer, dessen Identität gestohlen wurde...

Mehr über die am stärksten steigende Straftat im Internet hat Tina Groll, die selbst Opfer eines Identitätsdiebstahl wurde, über mehrere Monate recherchiert. Hören Sie hier im ZEIT ONLINE TALK auf Deutschlandradio-Wissen, wie man sich gegen den Datenmissbrauch wehrt.

Weitere Medienberichte über den Fall gibt es im NDR-Fersehen (Sendung: Menschen und Schlagzeilen vom 07.05.2010), im WDR und in den Stuttgarter Nachrichten.

EIN SELBSTVERSUCH IN ORANGE: Tina Groll hat sich Anfang 2009 drei Monate lang als Nachwuchspolitikerin in der CDU versucht. Ihre Erfahrungen sind im neuen Buch von Dr. Thomas Leif "Angepasst und Ausgebrannt: Parteien in der Nachwuchsfalle" nachzulesen, das in der Bundespressekonferenz vom Niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) vorgestellt wurde. Eine Tabasco-Version des Textes ist in der taz erschienen, ein längeres Dossier auf www.sueddeutsche.de.

GENDERMAINSTREAMING

Die Gleichstellung in der Arbeitswelt ist noch nicht verwirklicht. Noch immer wirkt die viel zitierte gläserne Decke, noch immer gibt es nur wenige Frauen in Entscheidungs- und Führungspositionen, noch immer sind Frauen in den Kontrollgremien der Wirtschaft dramatisch unterrepräsentiert. Gleichzeitig ist eine Vernachlässigung der Jungenförderung zu beobachten, deutlich mehr Mädchen als Jungen machen Abitur und nehmen ein Studium auf. Männer fehlen in sozialen und erzieherischen Berufen und wollen längst nicht mehr der klassischen Rolle als Versorger und Ernährer entsprechen.

Tina Groll beschäftigt sich in ihrer journalistischen Arbeit immer wieder mit dem Thema Gendermainstreaming - und hat dabei nicht nur die feministische Brille auf. Das Geschlecht als Strukturkategorie, die unserem Denken vorgeschaltet ist, bestimmt nach wie vor maßgeblich mit, welchen Verlauf unsere Karrieren und Leben nehmen. Doch Veränderungsprozesse kommen vor allem mit einer unverkrampften Sicht auf "den kleinen Unterschied" zustande.

Ob Workshop, Vortrag, Referentin, Podiumsdiskussionsteilnehmerin oder Moderation - Tina Groll ist mittlerweile eine Expertin in Sachen Gendermainstreaming. Anfragen können Sie unter "Kontakt" an die Journalistin richten.


FRAUENKARRIEREN IM JOURNALSMUS: Die Zukunft ist weiblich, das ist nicht nur grammatikalisch verbürgt. Der Frauenanteil im Journalismus hat in den vergangenen Jahren zugenommen - und wird auch weiter ansteigen. Daran lassen die Berufsstudien keinen Zweifel: Die "Feminisierung" der Medien hat gerade erst begonnen. Tina Groll beschäftigte sich mit diesem Thema schon während ihres Journalistik-Studiums und verfasste ihre Diplomarbeit zum Thema Karrierechancen und die Karrierestrategien im Journalismus.

Mit dem Frauenanteil in den Medien verändern sich diese. Die "klassischen" Hierarchien, aber auch die Verdienstmöglichkeiten nehmen ab. Die Medienprodukte verändern sich, denn Frauen rezipieren partiell "anders" - und sie haben ein eher an den RezipientInnen orientiertes Verständnis von Journalismus. Dies schlägt sich in einer "Boulevardisierung" der Branche und in einem größeren "Nutzwert-Journalismus" nieder. Gleichzeitig tun sich viele neue Chancen auf. Wirtschafts- und Politikmagazine für Frauen, Mode- und Familienmagazine für Männer. Die Medienindustrie entdeckt einen neuen Markt: Frauen und Männer jenseits tradierter Geschlechterrollen.

Die Diplomarbeit "Beruf Journalistin: Von kalkulierten Karrieren und behinderten Berufsverläufen" ist im VDM-Verlag erschienen. Im Oktober 2007 publizierte Tina Groll einige der Ergebnisse ihrer Diplomarbeit in der "Journalistin", einem Jahresheft, das im "MediumMagazin" erscheint. Im April 2008 folgten jeweils eine Titelgeschichte zum gleichen Thema im "Journalist" ("Die neue F-Klasse") und im Journalistik-Journal ("Können, Köpfchen oder Körper?").

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